Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Sie ist komplexer, schnelllebiger, unkalkulierbarer und leistungsorientierter geworden.
Für den Einzelnen bedeutet das: Er muss sich immer anspruchsvoller selbst managen. Das gilt nicht nur für einige wenige, wie z.B. Manager, sondern für jeden, - lebenslang: von der Ausbildung bis zur Pensionierung und darüber hinaus. Das heißt: der Einzelne muss den Umgang mit seinen beruflichen Arbeitsaufgaben, mit seiner Berufsbiografie und mit seinem Privatleben (Work-Life-Balance) zunehmend selbstständig gestalten und (!) verantworten. Mit dieser komplexen und anspruchsvollen (Lebens-)Aufgabe fühlen sich viele Menschen oft überfordert und wünschen sich eine lösungsorientierte Unterstützung.
Das ist der Hintergrund, warum Coaching - d.h. maßgeschneiderte individuelle Beratung als professionelle Hilfe zur Selbsthilfe - sich in den letzten zwei Jahrzehnten so erfolgreich entwickelt hat. In groben Linien lässt sich diese Geschichte mit folgenden Stichworten nachzeichnen: Nachdem Coaching bis etwa Mitte der 90er Jahre nahezu exklusiv von Topmanagern genutzt wurde, eroberte es sich in den folgenden Jahren zunächst den Bereich des mittleren Managements, um sich dann auch im Kreise der unteren Führungskräfte zu etablieren. Aber nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im Privatbereich konnte Coaching zunehmend Fuß fassen und sich verbreiteten.
Diese Entwicklung führt heute zu der Frage, ob bzw. wie es möglich ist, die modernen Medien für Coaching zu nutzen, um es flexibler und nicht zuletzt auch preiswerter zu machen. Die Antwort auf diese Frage gibt das Virtuelle Coaching (VC) - das Thema dieses Moduls.
Das Modul besteht aus sechs Lerntakten. Im zweiten, vierten und sechsten Lerntakt findet jeweils ein etwa einstündiges Treffen der gesamten Lerngruppe im Virtuellen Klassenzimmer statt.
Lernmethodisch zeichnet sich das Modul durch die Verbindung folgender drei Merkmale aus: (1) die Teilnehmenden lernen die wissenschaftlichen Grundlagen des Virtuellen Coachings (VC) kennen, (2) sie lernen, dieses Wissen auf Praxisbeispiele (Video- und Audiodokumente) anzuwenden, und (3) sie erwerben erste handlungspraktische Kompetenzen, Mitstudierende mit Hilfe moderner Medien zu coachen. Konkret heißt das: Die Studierenden lesen und verarbeiten ausgewählte wissenschaftliche Texte; - dieses Wissen nutzen sie für die Analyse vorliegender Praxisbeispiele (Video- und Audioaufnahmen); - so vorbereitet erproben sie sich, Mitstudierende mit Hilfe moderner Medien zu coachen; - von diesen Praxiserprobungen werden Audiodokumente erstellt, die analysiert werden. Auf diese Weise entsteht ein Prozess, den man als wissenschaftlich reflektiertes Erfahrungslernen bezeichnen kann. Es ist eine Lernmethode, die für alle sechs Lerneinheiten/Lerntakte grundlegend ist.
Arbeitsweise:
Aus dem methodischen Prinzip wissenschaftlich reflektierten Erfahrungslernen leitet sich ab, dass in dem Modul drei Arbeitsweisen systematisch gekoppelt werden, nämlich (1) Einzelarbeit, (2) Arbeit in Gruppen mit jeweils vier Personen, die sich in einem virtuellen Raum treffen, und (3) Arbeit aller Studierenden in einem Virtuellen Klasenzimmer.
Bitte verwenden Sie für Ihre Sitzungen in den Arbeitsgruppen eine Audiokonferenz-Software wie z.B. Skype. Sie können Ihre Skype-Konferenzen mit folgenden Programmen aufzeichnen:
•MP3 Skype Recorder (Freeware)
•Free Skype Recorder
Bitte installieren Sie die erforderlichen Programme und testen die Audiokonferenz und Aufzeichnung.
Präsenztermine:
Zusätzlich zu den Lernaufgaben sind synchrone Online-Übungssitzungen teil des Moduls. Die Termine werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Die modulübergreifenden Präsenztermine finden Sie unter:
http://online-campus.net/termine
Dieses Modul wird von Prof. Dr. Harald Geißler durchgeführt.




